Funktion und Zweck
Es handelt sich um eine Erweiterungsplatine, die separat erworben werden muss.
Sie ermöglicht die Überwachung von bis zu 32 Modbus-RTU-Geräten/Zählern/Sensoren. Die maximale Entfernung in Reihe beträgt 1000 Meter. Jeder Messwert eines Modbus-Geräts wird über Eingangsregister einzeln adressiert und vom System als virtueller Sensor angezeigt. Sie können Schwellenwerte und Symboldarstellungen für diese Elemente konfigurieren.
Die Steckplatzplatine kann im laufenden Betrieb in die Überwachungseinheit eingesetzt werden. Sie verfügt über einen internen Abschlusswiderstand und ist standardmäßig eingeschaltet (kann bei Bedarf deaktiviert werden).
Das Modul kann genutzt werden mit: 100T, 300T, 500T und 550T
Physische Beschreibung
Standardmäßig ist der Abschlusswiderstand auf der Platine des 100T, 500T und 550T immer eingeschaltet.
a.) „RS-485-Status“ – LED zur Anzeige des Modbus-RTU-Portstatus.
b.) „B-, A+, GND“ – Port zum Anschluss von Modbus-RTU-Geräten.
Beschreibung: Modbus RTU Erweiterungsspezifikationen.
| Funktion & Zweck | Beschreibung |
|---|---|
| Gerätetyp: | Erweiterungs-PCB-Slot. |
| Verwendungszweck: | Zum Anschluss industrieller Modbus RTU Geräte, Sensoren, Systeme & Zähler. |
| Kommunikation | Beschreibung |
|---|---|
| Steuerung: | In der Didactum Weboberfläche. |
| Schnittstelle: | Modbus RTU, RS485. |
| Maximale Reichweite: | Bis zu 1000 m. |
| Anschlüsse: | Klemmleiste 3P (B-, A+, GND), Raster 3,5 mm. |
| Terminator: | Auf PCB, standardmäßig aktiviert. |
Beispiel 1
Beispiel 1: Reihenschaltung (Hauptsteuergerät am Anfang der Kette)
Die Sensoren sind in Reihenschaltung verbunden.
Am Ende der Kette befindet sich ein 120-Ω-Widerstand, dessen Widerstand dem Kabelwiderstand entspricht. Für A(+) und B(-) wird ein verdrilltes Adernpaar verwendet. Die Überwachungseinheiten 100T, 500T und 550T verfügen über einen internen Abschlusswiderstand, der standardmäßig eingeschaltet ist. (Bei Bedarf kann er ausgeschaltet werden.). Es können bis zu 32 Geräte angeschlossen werden. Die maximale Kabellänge beträgt 1000 Meter.
Beschreibung: Modbus-Kabelbelegung für Eastron SDM220-MODBUS.
| Kabel | Eastron SDM220-MODBUS |
|---|---|
| B- | rot |
| A+ | blau |
| GND | weiß |
Beispiel 2:
Beispiel 2: (Nicht empfohlen)
Reihenschaltung (Hauptsteuerung in der Mitte der Kette)
Die Überwachungseinheiten 100T, 300T, 500T und 550T verfügen über einen internen Abschlusswiderstand, der standardmäßig aktiviert ist.
- Schalten Sie die Didactum Überwachungseinheit aus.
- Öffnen Sie die Gehäuseunterseite und entnehmen Sie die Hauptplatine.
- Suchen Sie einen Modbus-Jumper und entfernen Sie die Schutzkappe.
- Setzen Sie alles wieder zusammen.
Nun können die Modbus-Sensoren in Reihenschaltung mit der Didactum Überwachungseinheit in der Mitte der Kette verbunden werden.
- Die Sensoren sind in Reihenschaltung verbunden.
- An den Enden der Kette wird ein 120-Ω-Widerstand verwendet, der dem Kabelwiderstand entspricht.
- Für A(+) und B(-) wird ein verdrilltes Adernpaar verwendet.
- Es können bis zu 32 Geräte angeschlossen werden.
- Die Gesamtkabellänge beträgt maximal 1000 Meter.
Aktivierung und Konfiguration der Modbus-Schnittstelle
Ein virtueller „Modbus RTU“-Sensor dient zum Lesen und Schreiben von Daten von externen Geräten über das Modbus-RTU-Protokoll (RS-485-Schnittstelle). Bei diesen Geräten können Sensoren/Messgeräte oder andere Systeme/Einheiten beteiligt sein.
Einige Didactum Geräte verfügen über einen Modbus-RTU-Anschluss. Für andere ist eine separat erhältliche Erweiterung erforderlich. Bei einigen älteren Didactum Geräten wird ein externer Konverter verwendet, um die RS-485-Kommunikation über den USB-Bus zu ermöglichen.
Aktivierung
Nach dem Anschluss des RS485-Busses gemäß der Dokumentation der Slave-Hardware können Sie nun Modbus aktivieren.
Modbus arbeitet im Master-Modus. Um Modbus zu aktivieren, rufen Sie die Weboberfläche der Vutlan-Überwachungseinheit auf und wählen Sie im Menü „Einstellungen“ die Option „Modbus RTU“. Konfigurieren Sie den Bus gemäß der Dokumentation für das Slave-Gerät.
Bitte beachten Sie, dass die VT85/Modbus-Erweiterungskarte nur ein Stoppbit unterstützt.
Hinzufügen des virtuellen Modbus-Leseelements
Um ein „Modbus RTU (Lesen)“-Element zu erstellen, klicken Sie im Menü „Gruppenstruktur“ oder „Systemstruktur“ auf die Schaltfläche „Hinzufügen“.
Wählen Sie anschließend „Modbus RTU (Lesen)“. Ein Modal-Fenster wird angezeigt.
Klicken Sie auf „Modbus RTU (Lesen)“. Das Modbus-Elementformular wird geöffnet:
Folgende Felder im Formular können geändert werden:
Beschreibung: Modbus-Sensor-Konfigurationsfelder.
| # | Name | Beschreibung |
|---|---|---|
| 1 | Name | Erstellter Elementname. |
| 2 | Benutzerdefinierter Typ | Definiert das Symbol, das im "Systembaum" angezeigt wird. |
| 3 | Messeinheit | Einheit, in der der Wert im "Systembaum" angezeigt wird. |
| 4 | Mindestwert | Bestimmt den minimalen Messbereich. Bei Überschreitung wechselt der Sensor in den Status "Nicht verbunden". |
| 5 | Höchstwert | Bestimmt den maximalen Messbereich. Bei Überschreitung wechselt der Sensor in den Status "Nicht verbunden". |
| 6 | Alarm- und Warnstufen | Definiert Alarm- und Warnschwellen wie bei anderen Sensoren. |
| 7 | Hysterese | Option zur Einstellung des Hysterese-Zustands. |
| 8 | Ausdruck | Funktion der Form f(x). Standardwert für den Sensor ist der Messwert: "x".
Beispiel: "0.1*x+0.5" |
Die Modbus-RTU-Buskonfiguration ist auf der Registerkarte „Zusätzliche Informationen“ verfügbar:
Beschreibung: Modbus RTU Element-Konfigurationsfelder.
| # | Name | Beschreibung |
|---|---|---|
| 1 | Slave-Adresse | Modbus RTU Slave-Adresse des externen Geräts. |
| 2 | Registerindex | Modbus-Protokoll-Register-Startadresse in hexadezimaler Darstellung, z.B. 0F4A. |
| 3 | Funktionscode | Folgende Funktionen werden unterstützt:
|
| 4 | Datentyp | Bestimmt die Darstellung der Daten:
|
| 5 | Datenreihenfolge | Bestimmt die Byte-Reihenfolge in der Modbus-Protokoll-Antwort:
|
| 6 | Polling-Zeit | Definiert die Abfragezeit für den Sensowert. Von 10 Sekunden bis 5 Minuten. |
Mit der Schaltfläche „Testen“ können Sie eine Testverbindung zu einem Modbus-Gerät herstellen. In zusätzlichen Feldern wird die Bytefolge der Verbindungsdaten im Hexadezimalformat angezeigt. Modbus-Anfrage – Daten der gesendeten Anfrage ohne Prüfsumme. Modbus-Rohantwort – Daten der empfangenen Antwort ohne Prüfsumme. Modbus-Wert – enthält den Datenwert, der gemäß dem ausgewählten Datentyp interpretiert wird.
Hinzufügen des virtuellen Modbus-Schreibelements:
Um ein „Modbus RTU (Schreiben)“-Element zu erstellen, klicken Sie im Menü „Gruppenbaum“ oder „Systembaum“ auf die Schaltfläche „Hinzufügen“.
Wählen Sie anschließend „Modbus RTU (Schreiben)“.
Das Formular für das Modbus-Element wird geöffnet.
Im Formular änderbare Felder:
| # | Name | Beschreibung |
|---|---|---|
| 1 | Name | Erstellter Elementname. |
| 2 | Slave-Adresse | Modbus RTU Slave-Adresse des externen Geräts. |
| 3 | Registerindex | Modbus-Protokoll-Register-Startadresse in hexadezimaler Darstellung, z.B. 0F4A. |
| 4 | Funktionscode | Folgende Funktionen werden unterstützt:
|
| 5 | Schreibwert | Dezimaler Ganzzahlwert, der in das angegebene Register geschrieben wird. |
Mit der Test-Schaltfläche können Sie sofort einen Wert in das Modbus-Register eintragen.
Der Modbus-RTU-Schreibvorgang kann nun als THEN-Anweisung in Logikschemata eingefügt werden: